Spaziergang in Bockholmwik – Noch kein Frühling

Um Ostern sind Freunde aus Berlin in der Heimat. Nach kurzem Besuch bei mir zuhause wollten wir das gute Frühlingswetter ausnutzen (Sonne! Aber nur 2°) und ein bisschen mit uns und dem Hund “Poldi” Gassi gehen.

Da an Sonn- und Feiertagen an den üblichen Spaziergangorten die Hölle los ist, fuhren wir nicht nach Glücksburg, Holnis, Langballigau oder HotDog-Havn (DK) wo sich die Spazierwilligen an solchen Tagen in Massen entlang drängeln, sondern ins beschauliche Bockholmwik.

Der kleine Ortsteil von Munkbrarup liegt in einer kleinen, versteckten Bucht an der Flensburger Förde und besteht eigentlich nur aus dem Campingplatz, dem Yachthafen und ein paar Häusern. Die “Hauptstraße” windet sich leicht den Hang hinunter bis zum kleinen Sandparkplatz am Wasser, von wo man an den steinigen Strand kommt und ein wenig am Wasser langgehen kann.

Poldi konnte nach kurzer Zeit den Freilaufbereich am Strand nutzen, den Rest musste er  mit Leine laufen. Leider hat sich der arme dann die Daumenkralle eingerissen und hat geblutet. 🙁

Aber Spaß hatte er offensichtlich am Strand!

Die Schäden, Hinterlassenschaften und der Wasserstand von den Stürmen der letzten Wochen waren gut zu erkennen. Bernstein haben wir aber leider nicht gefunden, nur orange Steine..

Wir drei waren alle nicht so wirklich auf die doch sehr frischen Temperaturen, gepaart mit noch vorhandenem Ostwind, vorbereitet. Da half auch die schwache Frühlingssonne nicht. Ich hatte nur die Kapuze auf, wir alle keine Handschuhe mit. “Frau” war aber mit einem Schal, jedenfalls im Kopfbereich bereits Burka-ähnlich, geschützt. 😉

Mehrer Schwäne flogen knapp über der Wasseroberfläche dahin.

Am Ufer sammelte sich noch eine kleine Schicht “Schwemmeis”. So nenne ich das einfach mal. Es ist praktisch relativ feines, gebrochenes Eis was mit den Wellen schwappt.

“Wo ist das Stöckchen?!”

“Spring Poldi!”

Uunnd… Abflug! Poldi ganz schwerelos. 😀

Erstmal ausruhen im Gras und die Wunde lecken..

Zum Glück hat nur eine von uns ein bisschen nasse Füße bekommen! Aber nur ein kleines bisschen. 😉

Zum Aufwärmen gab es dann Kaffee und Kekse bei mir zuhause. 🙂

Beim nächsten Mal dann die Handschuhe nicht vergessen!

Eine Rundfahrt mit der MS Viking

Als Fördejunge bin ich ja leider viel zu selten AUF der Förde unterwegs. Sehr schade dass man das Naheliegende so selten tut. So kam mir der Vorschlag am vergangenen Freitag eine Rundfahrt mit der MS Viking zu machen sehr gelegen, zumal ich auch noch Urlaub zu diesem Zeitpunkt hatte. Außerdem konnte ich so meine neue Kamera mal ausführlich testen.

Die MS Viking ist ein altes Binnenschiff, hieß vorher “Wappen von Boizenburg” und fuhr auf dem Nord-Ostsee-Kanal und der Treene.

Mit einer sehr guten Freundin (24) und ihrem Neffen (3) ging es also an Bord der MS Viking, zusammen mit einer dänischen Seniorenreisegruppe: Wir waren also die jüngsten an Bord!

Während die Senioren sich über das vorbereitete Frühstück im Unterdeck hermachten, begaben wir uns auf das Oberdeck, immer in der Hoffnung der gute Herr Petrus würde mit dem Wetter heute mal etwas Erbarmen haben.. (Spoiler: Er hatte!)

Das Schiff legte also ab und es ging gemächlich an der Werft, den Wasserhäusern in Sonwik und der Marineschule Mürwik vorbei in Richtung der Ochseninseln. Auf dem Weg dorthin hielten wir einen kleinen Schnack mit dem Seemann der Bestellungen für kulinarisches aufnahm und bestellten zwei Kakao. Das Kind war noch für nichts zu erwärmen. Er war wohl noch etwas eingeschüchtert von der Situation. Später ließ er sich doch noch für ein Eis erwärmen 😉

Welches Eis soll es sein?
Volle Kraft voraus!
Eis kaufen!

Die Ochseninseln sind zwei kleine dänische Inseln nahe der dänischen Küste, eine kleinere und eine größere. Zu meinem Erstaunen fuhren wir sogar zwischen den beiden Inseln und der Küste hindurch. Und das obwohl die Tiefe dort, nach meiner laienhaften Einschätzung, nicht sehr groß sein kann. Aber für so ein Binnenschiff mit flachem Rumpf war es offensichtlich kein Problem.

Kleine Ochseninsel
Große Ochseninsel
Rückblick auf Ochseninsel

Wir hatten also einen guten Blick von drei Seiten auf beide Inseln bis das Schiff dann Kurs auf Glücksburg nahm. Die Fernsicht war an diesem Tag aufgrund des Wetters nicht gut, es war sehr diesig, und das wirkte sich natürlich auch auf die fotografischen Möglichkeiten aus (Dank Nachbearbeitung konnte ich es teilweise beheben).

Auf der Förde selbst war relativ viel los, dank des ganz passablen Windes waren einige Segler unterwegs. Der Wind trug auch dazu bei dass ich mich immer mehr ärgerte keinen Pullover unter der Regenjacke angezogen zu haben..

Gutes Segelwetter

Am (frisch renovierten) Steg in Glücksburg legten wir kurz an und einige Gäste stiegen aus und ein. Wir hatten ja Hin- und Rückweg gebucht. Nach 15 Minuten legte das Schiff wieder ab, diesmal ohne Umweg über die Ochseninseln, und zurück gen Hafen. Diesmal konzentrierten wir uns auf die Nordwest-Seite der Förde mit Wassersleben, Werft, Stadtwerken und Museumshafen.

Werft in Sicht!
Vorbeifahrt an der Werft

Extrem pünktlich (2 Minuten zu früh) legten wir wieder am Steg an der Schiffbrücke an. Etwas durchgefroren aber zufrieden gingen wir von Bord. Klare Empfehlung für die Rundfahrt, aber eine Einwegfahrt mit Rückfahrt auf dem Fahrrad oder Wandern wäre bestimmt auch angenehm!

Möwe auf Pfahl beim Anlegen

Links:

Spontane Nachttour

Ein Feuerwehrkamerad fragte mich gestern ob ich mit ihm ein bisschen an die Förde fahren würde um seine neue Kamera auszuprobieren und ihm ein bisschen beiseite zu stehen. Um 23 Uhr ging es also runter nach Sonwik und auch ich habe ein paar ganz nette Bilder gemacht. Leider waren dann schnell beide Akkus leer..

Fazit: Mehr Akkus, mehr aufladen, mehr Anleitung lesen 😉

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