Reisen

Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 2

30.08.2020 Tag 2 – Wilhelmshaven -> Münster

Die erste Nacht im Wohnwagen in meinem Leben verlief ruhig. Allerdings kam es wie befürchtet: Ich musste auf Toilette.. Natürlich habe ich es mir verkniffen bis morgens unser Gastgeber M. wach war. 😆

Um halb neun frühstückten wir gemeinsam um anschließend mit den Rädern zum Deutschen Marinemuseum zu fahren. Dadurch dass wir so früh dort waren waren noch wenig Besucher*innen im Museum, der Zugang war auf 70 Personen im Museum selbst beschränkt, was unser Glück war. Als wir das Museum später verließen war vor  dem Eingang eine recht lange Schlange.

Die Ausstellung des Museums selbst gibt einen Überblick über die Geschichte der Deutschen Marine von der Mitte des 19. Jahrhundert bis heute. Gemälde, Bilder, Texte und viele interessante Ausrüstungsgegenstände (Enigma, Flugkörper, Uniformen usw.) zeigten Aspekte der verschiedenen Marinen Deutschlands. Das spannendeste an dem Museum ist aber der Außenbereich. Dort gibt es den Zerstörer “Mölders”, den Minenjäger “Weilheim”, das Schnellboot 71 “Gepard”, U10 (wegen Corona gesperrt) und weitere Exponate in (Über) Lebensgröße. Außerdem kann man beim Eintritt eine Hafenrundfahrt vom Gelände des Museums gleich mitbuchen, was wir wegen Angst vor zu kaltem Wetter nicht taten.

Marinemuseum Wilhelmshaven
Karikatur aus dem Kalten Krieg
OP-Saal an Bord der Mölders

Wir folgten dem Rundgang über die “Mölders” auf dem Hauptdeck und gingen Steuerbords entlang als plötzlich M. rief: “Ein Seehund!” Wir schauten alle hin und tatsächlich schwamm längsseits vom Schiff ein Seehund im Hafen. Mit Rufen und Klatschen versuchten wir seine Aufmerksamkeit zu bekommen aber er tauchte wieder ab. Aber nur um ein paar Minuten später wieder aufzutauchen. Wir haben ihn spontan “Robbie die Robbe” genannt. 😃

Robbe im Hafenbecken

Nach der “Mölders” besuchten wir noch kurz das Minenjagdboot “Weilheim” bevor wir noch etwas über das Außengelände liefen und dann das Museum verließen, zurückfuhren zum Wohnwagen und dann in Richtung Münster starteten.

Die Fahrt verlief, wie gestern, angenehm ereignislos. Vor allem ohne Staus und Unfälle!

Auf dem Campingplatz Münster angekommen bauten wir schnell auf und fuhren mit den Rädern in die nahegelegene (6km) Stadt. Dort schauten wir uns etwas um (Kirche, Dom, Einkaufstraße) um danach am Stadthafen etwas zu Essen zu suchen. Und zu finden natürlich.

Stadthafen Münster

Nach dem Essen besuchten wir noch kurz einen örtlichen Einkaufsmarkt wo ich lokale Biersorten kaufte und dabei feststellte dass Pinkus aus Münster kommt. Ich kaufte also drei Biere der Finne Brauerei und ein Münsterländer Helles. 😊

Bierauswahl aus Münster

Auf dem Weg zurück zum Campingplatz verlor J. dann leider sein linkes Pedal vom Fahrrad und trotz aller Suche (im Dunkeln) konnten wir die Schraube dafür nicht mehr finden.. Naja..blöd gelaufen..

Achja, bevor ich es vergesse. In Münster ist uns ein Tier zugelaufen was uns jetzt den Rest der Reise begleiten wird: Fritz das Eichhörnchen. 😃

Fritz das Eichhörnchen im Restaurant am Stadthafen Münster

Bis morgen dann!